Lege deine wichtigsten Lebensbereiche offen: Gesundheit, Beziehungen, Lernen, Arbeit, Finanzen, Spielraum für Spontanes. Skizziere, was „gut“ in jedem Bereich bedeutet, und erkenne Wechselwirkungen. Diese Kartierung schafft Überblick, reduziert Blindflecken und erleichtert späteres Priorisieren, weil du Abhängigkeiten, Synergien und unausgesprochene Erwartungshaltungen sichtbar machst.
Formuliere Kriterien klar, spezifisch und beobachtbar, zum Beispiel „Pendeldauer unter 30 Minuten“ statt „gute Erreichbarkeit“. Prüfe Redundanzen, trenne Ergebnis‑ von Prozesskriterien und notiere akzeptable Schwellen. Wenn nötig, ergänze qualitative Beschreibungen durch Skalen, damit Bewertungen vergleichbar bleiben.
Addiere die normalisierten Bewertungen jeder Option, multipliziert mit den Gewichten. Klingt trocken, erzeugt aber erstaunlich viel Klarheit, gerade bei überschaubar vielen Kriterien. Wir gehen Stolpersteine durch: verdeckte Abhängigkeiten, doppelt gezählte Effekte, ausreißerhafte Einträge. Mit Checklisten und kurzen Plausibilitätsprüfungen bleibt das Ergebnis nachvollziehbar.
Wenn direkte Bewertungen schwerfallen, helfen Paarvergleiche: Zwei Optionen oder Kriterien gleichzeitig vergleichen, Präferenzstärke quantifizieren, Konsistenz prüfen. Angelehnt an Verfahren wie AHP behältst du Übersicht auch bei komplexeren Strukturen. Wir zeigen, wie du Skalen wählst, Rechenwege dokumentierst und dich nicht in Rechendetails verlierst.
Verändere Gewichte, Skalen oder einzelne Bewertungen systematisch und beobachte, wann sich Reihenfolgen ändern. Visualisiere Kipppunkte, benenne sichere und fragile Sieger und dokumentiere Überraschungen. Diese Übung stärkt Vertrauen, macht Verhandlungen einfacher und verhindert spätere Reue, weil Entscheidung und Unsicherheitsraum gemeinsam sichtbar wurden.
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